Der Dalai Lama wurde einmal gefragt, was ihn am meisten überrascht. Seine Antwort war:
„Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt. Das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart oder in der Zukunft lebt. Er lebt, als würde er nie sterben. Und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt...“
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Ich suche nicht – ich finde.
Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden – das ist das völlig Neue!
Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen und was gefunden wird ist unbekannt. Es ist ein Wagnis – ein heiliges Abenteuer!
Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen, - die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, - die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, - die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt- das Ziel bestimmen. Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.                      
(Pablo Picasso)
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Ein Vater war mit seinem Sohn und einem Esel in den Bergen unterwegs. Sie waren auf dem Weg in die Stadt. Der Sohn ritt auf dem Esel. Der Vater ging nebenher. Dann begegnete ihnen ein Mann. Dieser war ganz aufgebracht wie er den Jungen auf dem Esel sitzen sah und den Vater nebenher laufend. Er rief: “Wieso sitzt du junger Bursche auf dem Esel und lässt deinen alten Vater zu Fuß gehen? Du solltest dich was schämen, du hast viel jüngere Beine und solltest gehen während dein Vater reiten sollte.” Der Sohn rutschte von dem Esel herab und der Vater setze sich auf den Esel und ritt. Nach einer Weile begegnete ihnen ein anderer Mann. Auch dieser war erbost und rief zum Vater: “Wieso sitzt du starker Mann auf dem Esel? Du bist viel stärker als der kleine Junge. Er ist noch schwach und sollte auf dem Esel reiten.” Vater und Sohn blickten sich ratlos an. Dann beschlossen sie, sich beide auf den Esel zu setzen und ihre Reise fortzusetzen. So ritten sie eine ganze Weile. Sie waren kurz vor der Stadt, als sie erneut auf einen Passanten trafen. Dieser war sehr ungehalten und rief: “Ihr solltet euch was schämen, ihr Tierquäler wie könnt ihr nur beide auf dem armen Esel reiten.” Sichtlich erschrocken stiegen Vater und Sohn umgehend ab. Was glauben Sie, wie die Geschichte endet? Genau, zum Schluss trugen beide den Esel in die Stadt.
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Es kam ein Mann in den Wald und sah Waldarbeitern zu, wie sie Bäume sägten. Dabei fiel ihm auf, dass sie sich sehr mühten. „Ihr müsst einen Moment aufhören und die Säge schärfen“ sagte er. Darauf antworteten die Arbeiter: „Das geht nicht. Wir haben keine Zeit, die Säge zu schärfen, weil wir zu langsam sind. Wir hätten bis jetzt schon viel mehr schaffen müssen.“
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Es stand ein alter Indianer mit seinem Enkel an einer Koppel und sie sahen zu, wie ein weißes und ein schwarzes Pferd kämpften. Der Indianer sagte: „In meinem Kopf kämpfen auch zwei Pferde: Das schwarze ist voller Zweifel, Gier, Misstrauen, Sorgen, Widerstand, Angst und Selbstmitleid. Das weiße ist voller Liebe, Großzügigkeit, Vertrauen, Freude, Hingabe, Mut und Selbstbewusstsein.“ Da fragte der Enkel den Indianer: „Und welches Pferd siegt?“ Da sagte der Indianer: „Das Pferd, das ich füttere.“
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„Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer bin ich, mich brilliant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?
Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu verwirklichen.
Er ist nicht nur in Einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.“
(Marianne Williamson, Zitat aus dem Buch: „A Return to Love“)